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Arbeitsunfälle auf Vorjahresniveau

Die Gesetzliche Unfallversicherung hat ihre jährliche Statistik zum Arbeitsunfallgeschehen in Deutschland veröffentlicht. Die Zahl der Arbeits- und Wegeunfälle liegt danach weiterhin rund 30 Prozent niedriger als Anfang der 2000er Jahre.

Seit dem Jahr 2002 dokumentieren und analysieren die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung detailliert das Arbeitsunfallgeschehen in Deutschland. Erfasst werden alle meldepflichtigen Arbeitsunfälle. Dies sind Unfälle, die sich bei Ausübung der beruflichen Tätigkeit ereignen, und Wegeunfälle, wenn infolge des Unfalls Versicherte getötet oder so schwer verletzt sind, dass sie für vier oder mehr Tage arbeitsunfähig werden. Insgesamt lagen die Unfallzahlen im Jahr 2018 wie schon in den Vorjahren um fast ein Drittel niedriger als zu Beginn der 2000er Jahre.

Das höchste Risiko, einen Arbeitsunfall zu erleiden, trugen im Jahr 2018 Beschäftigte in Bauberufen wie Maurer, Zimmerleute oder Steinmetze. Auf eintausend Vollarbeiter wurden in diesen Berufen 138 meldepflichtige Arbeitsunfälle registriert. Ebenfalls mit einem hohen Gefährdungspotenzial arbeiten Beschäftigte in der Abfallentsorgung - 108 meldepflichte Arbeitsunfälle pro tausend Vollarbeiter - und Lokomotivführer und -führerinnen (100).

Bei einer Unfallquote von 94 liegen Ausbaufachkräfte, das sind Dachdecker, Boden-, Fliesenleger aber auch Stuckateure und Glaser. Es schließen sich an: Berufe der Nahrungsmittelverarbeitung wie Beschäftigte im Bäcker-, Konditor- und Fleischereigewerbe mit einer Unfallquote von 89. Weitere Quoten: Beschäftigte im Berufssport kamen auf 80 meldepflichtige Arbeitsunfälle je 1000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Beschäftigte, die mobile Anlagen bedienen, wie Gabelstapler, Erdbewegungsmaschinen und Kräne auf 77 und die Bergleute auf 67.

Zu den Tätigkeiten mit relativ geringem Risiko gehören Büro- und Sekretariatskräfte mit einer Quote von 4 aber auch Kellner/ Kellnerinnen (12) und Friseure/Friseurinnen (10). Führungskräfte, Hochschullehrkräfte und Fachleute in der Softwareentwicklung mussten aufgrund der geringen Stichprobengröße von der Auswertung ausgeschlossen werden. Das spricht gleichzeitig für ein relativ geringes Unfallrisiko dieser Berufsgruppen.

Die Broschüre "Arbeitsunfallgeschehen 2018" steht im Internetangebot der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Quelle: PM DGUV 05.12.2019