Morgens früh aufzustehen ist nicht jedermanns Sache - auch Schulkindern, die sich in den Ferien einen anderen Tagesrhythmus angewöhnt haben, fällt die Rückkehr in den Schulalltag nicht leicht. Vor allem im Sommer, wenn die Tage lang sind, gehen viele Kinder und Jugendliche abends nicht rechtzeitig schlafen und sind morgens kaum aus dem Bett zu bekommen. Aber eine einigermaßen feste, nicht zu späte Schlafenszeit ist sinnvoll, um Konzentrationsstörungen und Reizbarkeit vorzubeugen und somit die schulischen Leistungen zu verbessern.
Den Tagesrhythmus der Schultage in den Ferien beizubehalten ist zumeist unrealistisch. Oft genügt jedoch schon eine gute Viertelstunde mehr Schlaf, ergab nun eine Untersuchung kanadischer Forscher der McGill University in Montreal. Sie beschäftigten sich mit den Schlaf- und Wachzeiten von 74 gesunden Grundschulkindern im Alter zwischen sieben und elf Jahren. Bereits durchschnittlich 18,2 Minuten mehr Schlaf an fünf Nächten führte zu einer deutlichen Verbesserung der schulischen Leistung.
So umgehen Sie Probleme mit dem frühen Aufstehen:
• Grundschüler sollten im Sommer höchstens eine Stunde, ältere Schüler höchstens zwei Stunden länger aufbleiben als im Winter.
• Führen Sie einen Ferien-Aufstehplan ein, der an Wochentagen eine um etwa 2 Stunden verschobene Aufstehzeit vorsieht und am Wochenende etwas großzügiger zu Langschläfern ist.
• Beginnen Sie etwa 14 Tage vor Schulbeginn, Ihr Kind wieder an die dann notwendigen Aufstehzeiten zu gewöhnen.
• Spätestens ab dem Grundschulalter sollten Kinder keinen Mittagsschlaf mehr halten, um die Müdigkeit am Abend zu erhöhen.
• Motivieren Sie Ihr Kind zu viel Sport, und halten Sie den Medienkonsum am Abend gering. Das Abendessen sollte nicht zu schwer ausfallen und mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen eingenommen werden.