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Berufliches Unfallrisiko sinkt weiter

Das Risiko, einen arbeitsbedingten Unfall zu erleiden, hat 2017 einen neuen Tiefstand erreicht. Die Zahl der arbeitsbedingt an hellem Hautkrebs Erkrankten ist hingegen gestiegen.

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat die Berichte der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen für das Jahr 2017 ausgewertet. Das Risiko, bei der Arbeit einen meldepflichtigen Unfall zu erleiden, lag demnach im vergangenen Jahr so niedrig wie nie zuvor. Dieser Rückgang lässt sich über alle Branchen hinweg beobachten, lediglich im Handel gab es eine leichte Zunahme. Insgesamt lag das Unfallrisiko im Bau- und Verkehrssektor deutlich über dem Durchschnitt, im Gesundheitswesen, im öffentlichen Dienst und in der Verwaltung deutlich darunter.

Häufigste Berufskrankheiten: Mehr Fälle von arbeitsbedingtem Hautkrebs

Bei den häufigsten Berufskrankheiten waren die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt leicht rückläufig. Die Gesamtzahl der Fälle, in denen sich der Verdacht auf eine Berufskrankheit bestätigte, sank um knapp 50 Prozent auf 38.080. Davon betrafen rund 18.400 Fälle arbeitsbedingte Hautekzeme, zum Beispiel durch Feuchtarbeit. Bei 6.649 Versicherten stellten die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung eine arbeitsbedingte Lärmschwerhörigkeit fest. Heller Hautkrebs, die dritthäufigste Berufskrankheit, war mit einem Anstieg um 165 Fälle die Ausnahme.

2017 lagen die Aufwendungen der gesetzlichen Unfallversicherung bei rund 13,2 Milliarden Euro - ein Anstieg um rund 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund der guten konjunkturellen Entwicklung sank der durchschnittliche Beitragssatz für die Betriebe dennoch leicht von 1,18 auf 1,16 Euro je 100 Euro Lohnsumme.