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BiBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung: Anforderungen in der Schichtarbeit

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat die BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung zu Schichtarbeit ausgewertet und die Ergebnisse in einem neuen Faktenblatt "Schichtarbeit ist nicht gleich Schichtarbeit" zusammengefasst. Dabei zeigen sich recht unterschiedliche Anforderungen und Belastungen in den jeweils typischen Männer- und Frauen-Schichtberufen.

Schichtarbeit nimmt immer mehr zu. Dabei unterscheidet sich die Schichtarbeit in typischen Frauen- und Männerberufen. Zudem zeigen sich unterschiedliche branchen-, berufs- und tätigkeitsbezogene Arbeitsbelastungen der Beschäftigten. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in einer Detailanalyse der BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012.

Augenfällig ist eine ungleiche Verteilung von Frauen und Männern in verschiedenen Berufsgruppen. Fast ein Drittel aller Schichtarbeitenden ist in Frauenberufen, nahezu die Hälfte in Männerberufen tätig. Zu den typischen Frauenberufen gehören Assistenzberufe im Gesundheitswesen, Verkaufskräfte, Pflege- und Betreuungskräfte sowie Reinigungspersonal. In typischen Männerberufen arbeiten unter anderem Metallarbeiter, Mechaniker, Fahrzeugführer und ingenieurtechnische Fachkräfte. Aufgrund dieser Verteilung sind die Beschäftigten geschlechtsspezifisch unterschiedlichen körperlichen und psychischen Anforderungen ausgesetzt. Hinsichtlich der psychischen Arbeitsanforderungen berichten Beschäftigte in frauentypischen Berufen häufig von  gefühlsmäßig belastenden Situationen (30 zu 8 Prozent). Schichtarbeitende in typischen Männerberufen geben dagegen öfter Anforderungen wie eine vorgeschriebene Arbeitsdurchführung (51 zu 37 Prozent) an.

Direkter Link: Faktenblatt „Schichtarbeit ist nicht gleich Schichtarbeit" [PDF]

Quelle: PM BAuA 31/16 vom 2. August 2016