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Blaues LED-Licht kann Augen schaden

LED werden gern eingesetzt, etwa bei Smartphones, Tablets und Flachbildschirmen, aber auch in Leuchten und Autoscheinwerfern. Eine Studie aus Frankreich allerdings warnt vor möglichen Schädigungen der Augen, wenn der blaue LED-Lichtanteil der weißen LED ungefiltert ins Auge gelangt - auch bei LED-Bildschirmen.

Laut der Studie ist besonders lange, bildschirmnahe Sicht auf LED-beleuchtete Geräte gefährlich für das Auge. Denn der Blauanteil der weißen LED kann offenbar die altersbedingte Makula-Degeneration fördern und beschleunigen.

Für weißes LED-Licht wird blaues und gelbes Licht gemischt. Der blaue Lichtanteil gelangt ohne Filter durch die Hornhaut und kann im Augenhintergrund zum Absterben von Sehzellen und zur Schädigung von Netzhautzellen führen. Zudem führt LED-Licht zu Schlafstörungen.

Die Forscher stützen ihre Aussagen auf Experimente mit Ratten. Während besonders starke Lichteinwirkungen in jede Fall zu Makuladegenerationen führten, geschah dies bei normaler Lichtintensität (500 Lux) nur, wenn weiße LED zum Einsatz kamen.

Die Makula-Degeneration ist seit langem als unheilbares Altersleiden bekannt. Neu ist jedoch die Erkenntnis, dass der blaue LED-Lichtanteil diesen Prozess beschleunigt - vor allem bei langer Arbeit am Bildschirm oder beim Fernsehen ohne entsprechenden Augenschutz. 

Experten raten daher, Bildschirmgeräte möglichst im Nachtmodus oder im warmen Farbspektrum zu betreiben - erkennbar an einer leicht gelblichen Tönung weißer Flächen. Zudem können warmweiße LED oder solche mit gelb-orangenem Glaskörper statt greller kaltweißer LED-Lampen genutzt werden.

Das Abstract und den Link zur Studie finden Sie hier: Neuroscience