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Brainfood: Essen Sie (sich) schlau!

Damit unser Körper leistungsfähig bleibt, ist er auf eine gesunde Ernährung angewiesen. Dies gilt insbesondere für das Gehirn, das nur etwa ein Fünfzigstel unseres Körpergewichts ausmacht, aber 20 bis 30 Prozent des gesamten Energiebedarfs verschlingt.

Auch wenn derzeit Chiasamen, Gojibeeren oder Matchatee als „Superfood“ beworben werden: „Es gibt nicht das eine Lebensmittel, das uns schlau und leistungsfähig macht. Vielmehr beeinflusst die Kombination ganz bestimmter Lebensmittel unsere geistige Fitness“, erklärt Irina Baumbach, Geschäftsführerin der Fachgesellschaft für Ernährungstherapie und Prävention e. V. in Kronberg/Taunus. Daher seien auch Nahrungsergänzungsmittel zur Steigerung der Gehirnleistung wenig sinnvoll. Die Ernährungswissenschaftlerin rät, diese nur bei nachgewiesenem Mangel durch Krankheit oder einseitiger Ernährung nach ärztlicher Absprache einzunehmen.

Auf den Blutzuckerspiegel achten

Wer auch einen langen Arbeitstag ohne „Fresskoma“ am Mittag überstehen möchte, sollte vor allem auf einen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel achten. Also möglichst Finger weg von Pommes frites, Schokoriegeln und Co. Einfache Kohlenhydrate liefern zwar schnell Energie, lassen aber den Blutzucker auch schnell wieder abfallen. Mögliche Folge ist ein erhöhter Zuckerbedarf und ein größeres Verlangen nach „Nervennahrung“. Das heißt im Klartext: weniger Kohlenhydrate, dafür mehr Eiweiß und qualitativ hochwertige Fette. „Das gewährleistet im Zusammenspiel mit Ballaststoffen auch eine optimale und langanhaltende Sättigung“, so Irina Baumbach.

Lebensmittel gut kombinieren

Optimal ist das Gehirn versorgt, wenn Sie täglich folgende Lebensmittel kombinieren:

  • für den Bedarf an essenziellen Aminosäuren: magerer Fisch und mageres Fleisch, (fermentierte) Milchprodukte (Joghurt, Kefir), verträgliche Hülsenfrüchte (z. B. gelbe, rote Linsen), Nüsse und Samen
  • für den Bedarf an Ballaststoffen: Pilze, Gemüse, Beerenobst, verträgliche Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen
  • für den Bedarf an essenziellen Fettsäuren: fettreicher Fisch (Thunfisch, Lachs, Makrele, Hering, Sardellen), Fleisch und Milchprodukte von Tieren aus Weidetierhaltung, Walnüsse, Leinsamen, Chiasamen; Pflanzenöle wie Rapsöl, Olivenöl, Leinöl, Hanföl
  • für den Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen: Gemüse, Beerenobst, mageres Fleisch, magerer Fisch, Nüsse, Samen, Kräuter
  • sekundäre Pflanzenstoffe: Gemüse, Beerenobst, frische Kräuter und Gewürze

Trinken nicht vergessen

Wer seine grauen Zellen auf Trab bringen möchte, sollte auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Gut zu wissen: Gemüse, Beerenobst, mageres Fleisch und magerer Fisch sowie fermentierte Milchprodukte enthalten bereits viel Flüssigkeit. Das macht am Tag schon mal einen Liter aus. Irina Baumbach: „Wer dann noch 1 bis 1,5 Liter Wasser oder Tee trinkt, sollte auf der sicheren Seite sein.“

Quelle: Medical Mirror