60.000 Neuerkrankte im Jahr und 20.000 Erkrankte, die jährlich an Darmkrebs sterben - Darmkrebs ist die zweithäufigste Todesursache bei Krebserkrankungen. Dabei ließe sich diese meist sehr langsam fortschreitende Krankheit gut behandeln, wenn sie frühzeitig entdeckt würde. Aber wie bei vielen Vorsorgeleistungen ist den Deutschen nicht klar, wie wichtig die kostenlosen Früherkennungsuntersuchungen sind und wann sie ihnen zustehen.
Hier greift eine gerade beschlossene Neuregelung des Darmkrebs-Screenings. Ab etwa April 2019 werden alle, die einen Anspruch auf eine Darmkrebs-Früherkennungsmaßnahme haben, von ihrer Krankenkasse angeschrieben und zur Untersuchung eingeladen. Dies betrifft alle Menschen ab 50 Jahren. Es besteht die Möglichkeit, entweder regelmäßig einen Test auf nicht sichtbares Blut im Stuhl zu nutzen, das auf Darmtumoren hinweist, oder bis zu zwei Darmspiegelungen vornehmen zu lassen - dies gilt künftig für Männer ab 50 und für Frauen ab 55 Jahren.
Als Risikofaktoren für Darmkrebs gelten eine fleischbetonte oder einseitige Ernährung, Übergewicht, Rauchen und Bewegungsmangel. Besonders aufmerksam sollten Menschen sein, in deren Familie bereits Krebs- oder sogar Darmkrebserkrankungen aufgetreten sind - ihnen wird die Vorsorge besonders empfohlen.