Eine Befragung unter 2.761 Bewerbern könnte Personalverantwortlichen zu denken geben, denn die am häufigsten genannten Gründe liegen in der Gestaltung der Einstiegsphase in das Unternehmen. Das ist der Zeitpunkt, in dem die Einarbeitung erfolgt und der Bewerber die schönen Formulierungen aus der Stellenanzeige auf ihren Wahrheitsgehalt hin untersucht. Die Zahlen sind ernüchternd. Besonders häufig wurden genannt:
- schlechtes Arbeitsklima, Verhalten der Kollegen
- Verhalten des Vorgesetzten
- falsche Versprechungen, falsche Angaben in der Stellenbeschreibung
- schlechte oder fehlende Einarbeitung
Als Hauptbindungsfaktoren an das Unternehmen werden im Gegenzug genannt:
- Arbeitsatmosphäre, nette Kollegen, freundliches Miteinander
- Wertschätzung, Vertrauen, Respekt, Gerechtigkeit
- gute Einarbeitung
- Transparenz, gute Kommunikation
- Arbeitsinhalte
- Aufstiegsmöglichkeiten, Weiterbildung
Einige dieser Rückmeldungen eröffnen ganz praktische Möglichkeiten, frühzeitig mit der Bindung an Unternehmen und Führungskraft zu beginnen:
- nach der Zusage liegt schnell der Arbeitsvertrag vor
- zentrale Orientierungsveranstaltung und/oder Teammeeting für Neueinsteiger vor Arbeitsbeginn
- offener und transparenter Kontakt zum Vorgesetzten
- Unterstützung bei organisatorischen Problemen für Neueinsteiger
- regelmäßige Information aus der Unternehmen per Newsletter oder Mitarbeiterzeitschrift
Bis auf den ersten Punkt werden diese Vorstellungen nach Aussagen der Bewerber nur von sehr wenigen Unternehmen umgesetzt. Auch Vorbehalte der "alten" Belegschaft, ein unfreundlicher Empfang des Neuankömmlings und ungeklärte Zuständigkeiten bei der Einarbeitung führen oft zu einem frühen Scheitern der Arbeitsverhältnisse.
Komplette Studie: www.softgarden.de