You can use the keyboard arrow keys

Die Gehhilfe der Zukunft

Wie Rollatoren zukünftig aussehen können, damit sie älteren Menschen eine wirkliche Gehhilfe sind, wird am Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Bremen erforscht.

Das Anfang des Jahres gestartete Forschungsvorhaben im Forschungsbereich Cyber-Physical Systems des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) soll vor allem dafür sorgen, dass Rollatoren sicherer werden. Denn allzuoft stürzen ihre Nutzer, obwohl die Gehilfen sie stützen sollen.

Das zu entwickelnde System wird dabei in Form einer leichten Elektronikbox an dem Rollator befestigt. Es soll sowohl bei der Analyse und Bewertung der Haltung als auch bei der anschließenden Korrektur eingesetzt werden. Die Analysefunktion überprüft zunächst die Positionierung des Nutzers in Relation zum Rollator anhand von Distanzmessungen verschiedener Körperbereiche zum Gehassistenten. Anhand dieser Werte findet eine Bewertung der Haltung statt. Durch eine intuitive, dezente Rückmeldung bei der Erkennung eines Haltungsfehlers helfe das System bei dessen Korrektur, heißt es in einer Mitteilung des Instituts.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Rolf Drechsler sollen zunächst die technischen Voraussetzungen zur Erfassung von Haltungsmustern der Rollator-Nutzer erfasst werden. Auf dieser Grundlage werden die Wissenschaftler die optimalen Positionen für die Distanzsensoren an der Gehhilfe erforschen und eine Software zur Bewertung der Haltungsmuster entwickeln. Zusätzlich soll ein Konzept erarbeitet werden, wie der Rollator am besten auf seinen Nutzer eingestellt werden kann.

Das Projekt ist für die nächsten drei Jahre angelegt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 912.000 Euro im Rahmen der Förderlinie „Mensch-Technik-Interaktion im demografischen Wandel“ gefördert. Am Ende soll das System älteren Menschen mit Haltungsproblemen, aber auch kranken Menschen helfen, mobil zu bleiben.