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Erfahrungswissen wird selten systematisch genutzt

Erfahrung gilt in Unternehmen als wichtig, wird aber nur selten systematisch gefördert und genutzt. Das ergab eine Befragung unter 600 Führungskräften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Erfahrungsaustausch wird in großen Betriebe zwar etwas mehr gefördert als in kleineren, jedoch sind die entsprechenden Methoden auch dort nur lückenhaft bekannt.

Der Erfahrungsaustausch – oder moderner: das Wissensmanagement – gilt vor allem bei der Lösungsfindung im operativen Bereich, beim Erkennen komplexer Zusammenhänge und in der Krisenbewältigung als besonders wichtig, so ein Ergebnis der Befragung. Mangelnde Erfahrung hingegen bewirkt oft überhöhte Kosten, Terminprobleme, Fehlplanungen und Ineffizienz.

Entgegen der Annahme, dass mittelgroße Unternehmen im Bereich des Erfahrungsaustausches agiler sein könnten, stellen sich in der Befragung die großen Unternehmen als die systematischeren Nutzer von Wissen heraus. Offenbar sind hier Weiterbildung, schriftliche Berichte und moderierte Gesprächsrunden weiter verbreitet als in mittleren Unternehmen, in denen möglicherweise aus Zeitmangel öfter auf diese Ressource verzichtet wird.

Aber auch große Unternehmen tun sich schwer mit der Anwendung systematischer Methoden für das Wissensmanagement. Selbst jüngere Führungskräfte nutzten nur selten moderne Methoden für den Wissensaustausch.

Die Studie, an der unter anderem die Rheinische Fachhochschule (RFH) Köln mitgewirkt hat, ist nicht repräsentativ, soll aber fundierte Trendaussagen zulassen. 85 Prozent der Befragten gaben an, dass sie um die Wichtigkeit des Themas Wissensmanagement für den wirtschaftlichen Erfolg wissen.

Die kompletten Ergebnisse der Befragung können Sie hier herunterladen.