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Fairness statt Verhör: Wünsche ans Bewerbungsgespräch

Dass Bewerber potenzielle Mitarbeiter sind und entsprechend darauf achten, wie mit ihnen - vor allem bei den ersten Kontakten - umgegangen wird, scheint sich noch nicht in allen Unternehmen herumgesprochen zu haben. Kleine Veränderungen können Abhilfe schaffen.

Eine aktuelle Umfrage der Personalplattform Softgarden unter 1.186 Bewerbern ergab, dass viele Unternehmen beim Bewerbungsgespräch eine schlechte Figur machen. Dabei sind die Anforderungen der Bewerber weder neu noch unverständlich: Eine fairer, höflicher Umgang, ein hoher Informationsgehalt und eine angenehme Atmosphäre im Gespräch sowie Transparenz im Bewerbungsprozess stehen ganz oben auf der Wunschliste der Bewerber.

Hauptkritikpunkt ist der Informationsgehalt des Gespräches: Während über drei Viertel des Bewerber über ihre künftige Aufgabe im Unternehmen sprechen wollten, stellte dieser Aspekt nur in einem Drittel der Gespräche wirklich einen Schwerpunkt dar. Auch das zweite große Thema "Entwicklungschancen", das knapp der Hälfte der Bewerber wichtig war, kam nur in 13,9 Prozent der Gespräche tatsächlich auf den Tisch.

Offenbar kann auch der Umgang mit dem Bewerber als Person noch verbessert werden. Gut 70 Prozent der Bewerber erwarten, innerhalb von 14 Tagen über die Einladung zum Gespräch (oder eine Absage) informiert zu werden - faktisch antworteten die Unternehmen aber in etwa 46 Prozent der Verfahren erst später.

Wenn es dann zum Gespräch kommt, sollte der Unternehmensvertreter pünktlich und gut vorbereitet erscheinen - insbesondere zum Lebenslauf des Kandidaten und zu den Konditionen der Stelle - und dem Gast zumindest ein Getränk anbieten. Dabei sprechen 80 Prozent der Befragten am liebsten direkt mit dem oder der künftigen Vorgesetzten. Als optimal empfanden die Befragten zwei Bewerbungsgespräche mit einer Dauer von je etwa einer Stunde.

Alle Ergebnisse der Untersuchung finden Sie unter: https://go.softgarden.io