Flexible Arbeitszeiten gehen heute immer mehr über Gleitzeitmodelle hinaus. Zwar gaben 80 Prozent der etwa 20.000 Befragten an, in der Regel wochentags zwischen 7 und 19 Uhr zu arbeiten. Aber 43 Prozent müssen auch mindestens einmal im Monat am Wochenende arbeiten und 8 Prozent berichten von regelmäßiger Rufbereitschaft. 7 Prozent der Befragten arbeiteten auf Abruf. Auch Überstunden sind nach wie vor ein Thema: 17 Prozent der Befragten gaben an, in der Woche durchschnittlich 48 Stunden oder mehr zu arbeiten. Großen eigenen Einfluss auf die Lage ihrer Arbeitszeit zu haben nannten nur 38 Prozent der Befragten.
Zudem nimmt der Trend zur Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeiten weiter zu. 22 Prozent der Befragten gaben an, ihr Arbeitsumfeld erwarte, dass sie auch in der Freizeit für dienstliche Belange erreichbar seien. Und das wird auch realisiert: 12 Prozent nannten „häufige“ und 23 Prozent „gelegentliche“ Kontaktaufnahmen des Unternehmens in der Freizeit. Dabei sind Führungskräfte häufiger betroffen als Mitarbeiter ohne Führungsverantwortung und Mitarbeiter kleinerer Betriebe häufiger als Mitarbeiter von Großbetrieben.
Die weitere Befragung ergab einen deutlichen Zusammenhang zwischen planbarer Arbeitszeitgestaltung auf der einen und Gesundheit und Wohlbefinden auf der anderen Seite. Beschäftigte, von denen viel Flexibilität verlangt wird, schätzen ihre Gesundheit und die Work-Life-Balance eher schlecht ein. Das gilt sowohl für Arbeit auf Abruf oder mit Rufbereitschaft als auch für Beschäftigte mit versetzten Arbeitszeiten oder Wechselschichten.
Mehr Informationen im Arbeitszeitreport 2016 der BAuA.