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Hilfsangebot für Online-Süchtige

Online-Sucht wird zu einem immer größeren Problem. Darauf haben Ärzte und Suchtexperten anlässlich des Deutschen Suchtkongress 2016 in Berlin hingewiesen. Viele Eltern nehmen die ausufernde Internetnutzung ihrer Kinder noch zu selten als Problem wahr. Ein neues Angebot soll Betroffenen helfen.

„Jugendliche kommen immer früher in Kontakt mit einem potenziell abhängig machenden Verhalten“, so Falk Kiefer von der Deutschen Gesellschaft für Suchtforschung und Suchttherapie. Laut einer Studie des Deutschen Zentrums für Suchtfragen reagiert jeder fünfte Heranwachsende in Deutschland ruhelos und gereizt auf Einschränkungen der Internetnutzung. 11 Prozent der 12- bis 17-Jährigen haben bereits mehrfach erfolglos versucht, ihren Konsum in den Griff zu bekommen.

Wichtig zu wissen: Bei einer Online-Sucht ist nicht die Zeit vor dem Bildschirm ausschlaggebend, sondern die negativen Konsequenzen, wie etwa nachlassende schulische Leistungen oder Rückzug von Familie und Freunden.

Ein Hilfsangebot für Betroffene bietet die neue Online-Sucht-Ambulanz OASIS, die vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) betrieben wird. Bei Verdacht auf Online-Abhängigkeit können Betroffene ab 18 Jahren sich auf der Website www.onlinesucht-ambulanz.de selber testen und einen Termin für eine Erstberatung per Webcam vereinbaren.

Quelle: Medical Mirror