Während zwischen den einzelnen Branchen kaum Unterschiede festzustellen waren, spielt offenbar die Größe des Unternehmens eine wichtige Rolle. In großen Unternehmen mit mindestens 500 Mitarbeitern gaben 65 Prozent der Personalleiter an, dass die Mitarbeiter auch von Hause aus arbeiten könnten. Bei Unternehmen unter 50 Beschäftigten hingegen waren es nur 29 Prozent. Passend dazu gaben 63 Prozent der Unternehmen mit 500 und mehr Mitarbeitern an, ihr Home-Office-Angebot ausgebaut zu haben – in den kleineren Unternehmen waren es nur zwischen 49 und 42 Prozent. Dieser Trend soll sich laut Umfrage bis Ende 2017 fortsetzen. Nur 3 Prozent der Firmen beabsichtigen, die Home-Office-Angebote zu reduzieren.
Hauptgrund für die Ablehnung oder Abschaffung von Home Office scheint die zu geringe Präsenz der heimarbeitenden Mitarbeiter im Unternehmen zu sein. So sind reine Home-Offices ohne Präsenz im Unternehmen eher unüblich, bei 72 Prozent der Unternehmen mit Home-Office-Angeboten werden „häufige“ Präsenzphasen eingefordert. Als häufigsten Grund, keine Heim- und Telearbeitsplätze zu ermöglichen, gaben die Personalleiter an, dass die Art der Tätigkeit eine Präsenz im Unternehmen erfordere.
Auch wenn die Art der Tätigkeit Home-Office erlaubte, entscheiden sich 41 Prozent der Unternehmen dagegen, weil ihnen die Kommunikation zu stark erschwert werde. An zweiter Stelle lagen Aspekte von IT-Sicherheit, Datenschutz und unzureichender IT-Ausstattung. Somit müssen sich unternehmen, die Home-Office-Plätze anbieten möchten, vor allem mit den Aspekten der Einbindung der Heimarbeiter in die Kommunikationsprozesse sowie der IT und deren Sicherheit auseinandersetzen.
Weitere Informationen: Personalleiterbefragung 2016