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Kinderernährung: Obst und Gemüse gegen Übersäuerung

Eine mineralstoffarme Ernährung kann bei Kindern die Konzentration von Stresshormonen im Blut erhöhen. Diese Beobachtung machten Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Universität Bonn.

Im Rahmen der deutschen DONALD-Studie untersuchten sie 200 gesunde Kinder zwischen sechs und zehn Jahren. Anhand von Urinproben ermittelten sie die ernährungsbedingte Säurelast der Kinder. Ergebnis: Kinder mit einer höheren Säureausscheidung produzierten mehr Stresshormone wie Cortisol als solche mit einer niedrigeren Belastung. Dazu reichte eine moderate Säurelast, wie sie durch eine eiweißreiche und mineralstoffarme Kost verursacht wird.

Die Wissenschaftler hatten zuvor bereits beobachtet, dass eine regelmäßig erhöhte Säurebelastung durch die Ernährung mit einer verringerten Knochenstabilität und höheren Blutdruckwerten bei Kindern einhergeht. Nach Auffassung der Wissenschaftler könnten Obst und Gemüse aufgrund ihres Kalium- und Magnesiumgehaltes die täglich im Stoffwechsel entstehende Säurebelastung neutralisieren. Wie sich dies auswirkt, wollen die Forscher in weiteren Studien untersuchen.

Quelle: Kidney International/Medical Mirror