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Krankenkassen verstärken Prävention

Mehr als 317 Millionen Euro haben die Krankenkassen 2015 für Prävention ausgegeben. Das geht aus dem neuen Präventionsbericht hervor, den der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Medizinische Dienst des Spitzenverbands (MDS) nun vorgelegt haben.

Die Präventionsausgaben stiegen damit insgesamt um neun Prozent. Allerdings verteilten sich die Steigerungen sehr unterschiedlich auf die drei großen Präventionsfelder. So stiegen die Ausgaben der Kassen für Kursangebote zur individuellen Gesundheitsförderung nur um fünf Prozent. Der Bereich bleibt aber mit 203 Millionen Euro Finanzvolumen der größte Posten. 1,7 Millionen Versicherte profitierten davon.

Bedeutend größere Zuwächse meldet die GKV in den beiden anderen großen Bereichen der Gesundheitsförderung. 20 Prozent mehr haben die Krankenkassen in die Prävention in Lebenswelten, wie Wohngebieten, Kindertagesstätten und Schulen investiert. Insgesamt flossen mehr als 38 Millionen Euro in solche Präventions-Maßnahmen. Sie erreichten dem Bericht zufolge 2,5 Millionen Menschen.

Auch die betriebliche Gesundheitsförderung wurde erneut ausgeweitet. 76 Millionen Euro gaben die Krankenkassen für Maßnahmen in diesem Bereich aus. Das waren zwölf Prozent mehr als 2014. Die Mittel flossen laut Bericht in knapp 11.000 verschiedene Betriebe und erreichten dort rund 1,3 Millionen Menschen.

Gernot Kiefer, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes kündigte an, dass die Krankenkassen ihr Engagement in der lebensweltbezogenen und der betrieblichen Gesundheitsförderung weiterhin „massiv verstärken“ wollen. Die systematische Weiterentwicklung der Gesundheitsförderung sei jedoch eine Gemeinschaftsaufgabe.

Einen umfassenden Präventionsbericht aller Beteiligten stellte MDS-Geschäftsführer Peter Pick für 2019 in Aussicht: „Mit Einführung der Nationalen Präventionskonferenz wird es 2019 erstmals einen übergreifenden Präventionsbericht geben, der Transparenz auch über die Leistungen anderer Träger herstellen wird“, kündigte er an.