Grund: Grapefruitsaft hemmt ein bestimmtes Verdauungsenzym-System (Cytochrom-450 34A), das in der Leber für die Verstoffwechselung verschiedener Arzneien verantwortlich ist. Durch die verringerten Stoffwechselprozesse werden mehr Substanzen vom Körper aufgenommen; in der Folge steigt der Blutserum-Spiegel. Dafür reicht in manchen Fällen bereits ein Glas Grapefruitsaft (200 ml) täglich.
Eine verstärkende Wirkung hat Grapefruitsaft vor allem auf Kalzium-Antagonisten (Bluthochdruckmittel), wie Nifedipin, aber auch auf die Schlafmittel Midazolam und Triazolam, den Cholesterinsenker Lovastatin, das HIV-Mittel Saquinavir, das Hormon Estradiol und das Immunsystem hemmende Mittel Ciclosporin. Bei Zitronen- oder Orangensaft treten diese Wechselwirkungen nicht auf.
Quelle: Medical Mirror