Zwar ist die Gruppe der Beschäftigten, die sieben Jahre oder länger in einem Job verweilen, mit 40 Prozent immer noch die größte. 30 Prozent bleiben jedoch lediglich zwischen einem Jahr und sieben Jahren, 20 Prozent verabschieden sich sogar nach weniger als zwölf Monaten.
Personen, die einen Schulabschluss ohne Ausbildung haben, wechseln ihren Job vergleichsweise häufig: Ein Drittel von ihnen sucht sich nach nicht einmal einem Jahr einen neuen Arbeitgeber. Dagegen bleiben mehr als 37 Prozent der ausgebildeten Arbeitnehmer sieben oder mehr Jahre am Ball. "Das macht deutlich, dass sich die Förderung und Schulung einer Fachkraft bezahlt machen und für die langfristige Bindung des Arbeitnehmers ans Unternehmen sorgen", heißt es dazu bei meinestadt.de. Ähnliche Ergebnisse finden sich auch bei einer aktuellen Erhebung bei destatis: Knapp die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer (45 Prozent) arbeiteten 2015 länger als zehn Jahre bei ihrem aktuellen Arbeitgeber. Dabei waren die Führungskräfte die treuesten: Bei ihnen lag der Anteil derer, die mindestens zehn Jahre beim aktuellen Arbeitgeber tätig waren, bei 53 Prozent.
Unterschiede in den Branchen
Beschäftigte in Logistik, Lager und Verkehr sowie Gastgewerbe und Tourismus wechseln besonders oft die Stelle, ergab die Befragung von meinestadt.de: Rund ein Viertel bleibt nicht einmal ein Jahr in einem Unternehmen. Arbeitnehmer im Gesundheitswesen, aus Handwerk, Produktion, Büro- und Personalwesen sind dagegen besonders loyal.
Die erhöhte Fluktuation in manchen Branchen könnte mit dem zunehmenden Fachkräftemangel zu tun haben, der den Wettbewerb um gut ausgebildete Fachkräfte verschärft. Während diese häufig aus Karrieregründen wechseln, liegt der Grund bei Arbeitnehmern mit geringeren Qualifikationen eher in der oft befristeten Beschäftigung als Hilfs- oder Saisonkraft.
Weitere Informationen zu den Studien: