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Psychische Erkrankungen zweithäufigster Grund für Krankschreibungen

Psychische Erkrankungen führen weiterhin häufig zu überdurchschnittlich langen Krankschreibungen von Beschäftigten und verursachen bei den Krankenkassen erhebliche Kosten an Krankengeldzahlungen.

Die Bundespsychotherapeutenkammer hat einen krankenkassenübergreifenden Überblick über die Dauer und Gründe von Arbeitsunfähigkeit im Jahr 2016 erstellt. Danach waren psychische Erkrankungen der zweithäufigste Grund für betriebliche Fehlzeiten nach den Muskel-Skelett-Erkrankungen. Die Anzahl der Tage, die Arbeitnehmer/-innen wegen psychischer Erkrankungen krankgeschrieben waren, nahm leicht zu und stieg von 14,1 Prozent im Jahr 2015 auf 14,7 Prozent im Jahr 2016. Die Anzahl der psychisch bedingten Krankschreibungen hat im Vergleich zum vergangenen Jahr sogar noch stärker zugenommen - von 5,1 auf 6,2 Prozent.

Auch die durchschnittliche Dauer psychisch bedingter Krankschreibungen blieb überdurchschnittlich hoch und lag bei 34 Arbeitstagen. Damit sind psychische Erkrankungen eine der Hauptursachen für Langzeitarbeitsunfähigkeit und Krankengeldzahlungen, die die Krankenkassen nach der betrieblichen Lohnfortzahlung übernehmen müssen. Die Kassen zahlen rund ein Viertel des Krankengeldes aufgrund psychischer Erkrankungen. Das waren 2016 rund 2,9 Milliarden Euro. Damit sind die jährlichen Krankengeldausgaben wegen psychischen Erkrankungen höher als die Ausgaben für ambulante Psychotherapie. Diese betrugen nur etwa zwei Milliarden Euro.

Weitere Informationen auf der Webseite der Bundespsychotherapeutenkammer

Quelle: Newsletter bvpg vom 31.01.2018