- Augen regelmäßig untersuchen lassen: Kinderaugen sind noch im Wachstum. Auch das Sehvermögen kann sich schnell verändern. Daher rät der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA) zu regelmäßigen Sehkontrollen, auch wenn keine Beschwerden bestehen. Als Faustregel gilt: einmal im Jahr (z. B. zu Beginn des neuen Schuljahres) zum Augencheck. Bei sichtbaren Auffälligkeiten, wie z. B. Augenzittern, grau-weißlichen Pupillen, großen Pupillen und Lichtscheu, Lidveränderungen oder auffallender Tollpatschigkeit gilt: sofort zum Augenarzt.
- Familiengeschichte berücksichtigen: Kommen Augenerkrankungen wie starke Schwachsichtigkeit oder Schielen in der Familie vor, sollten Eltern dies dem behandelnden Augenarzt mitteilen. Wird dies in der Kindheit nicht behandelt, kann es zu einer dauerhaften Sehschwäche führen.
- Symptome ernst nehmen: Eltern sollten aufmerksam werden, wenn ihr Kind über Beschwerden klagt, die auf ein Augen- bzw. Sehproblem hindeuten. Hierzu gehört zum Beispiel permanente Ermüdung der Augen. Kopfschmerzen, Zusammenkneifen der Augen beim Lesen oder andere Aktivitäten. Ein Warnsignal sind auch grau-weißliche Pupillen oder Augen, die sich nicht synchron bewegen.
- Augen im Alltag schützen: Um Augenverletzungen bei Sportarten wie Eishockey, Baseball, Basketball oder Boxen zu vermeiden, sollten Kinder spezielle Sportbrillen oder Schutzmasken tragen. Bei starker UV-Strahlung (z. B. am Meer, im Gebirge) ist zudem Sonnenschutz wichtig. Spezielle Sonnenbrillen gibt es bereits für Kinder ab zwei Jahren.
Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands/Medical Mirror