Anzeichen für eine Bakterieninfektion sind geschwollenes, gerötetes und blutendes Zahnfleisch sowie ein vertiefter Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch.
Ist der gesamte Zahnhalteapparat (Parodontitis) betroffen, kommt es zum Zahnfleischrückgang und Knochenschwund, der unbehandelt zur Lockerung und zum Ausfall der Zähne führen kann. Neben Bakterien können auch schlecht angepasste Zahnprothesen, Zähneknirschen sowie Medikamente (z. B. Blutverdünner) oder Krankheiten (z. B. Diabetes) Blutungen auslösen.
Mit der richtigen Zahnpflege und guter Mundhygiene können Sie Zahnfleischbluten in den meisten Fällen vorbeugen:
- Putzen Sie zweimal täglich etwa 3 Minuten lang die Zähne mit einer mittelharten Zahnbürste (bei akuten Zahnfleischentzündungen eine weiche). Eine harte Zahnbürste kann das Zahnfleisch verletzen.
- Verwenden Sie für die Zahnzwischenräume täglich Zahnseide. Hierzu ein 30-40 cm langes Stück mit beiden Enden um die Mittelfinger wickeln. Das verbleibende ca. 10 cm lange Stück mit kleinen sägenden Bewegungen zwischen die Zahnkontaktflächen einführen, mehrmals auf und ab bewegen und wieder herausziehen.
- Die Zahnbürste nie horizontal schrubbend führen, sondern immer vertikal („von Rot nach Weiß“, also vom Zahnfleisch zur Kaufläche). Die aufgewendete Kraft sollte max. 200 Gramm betragen. Das verbessert gleichzeitig die Putzleistung. Tipp: Den Druck mit einer Brief- oder Küchenwaage einüben.
- Lassen Sie Zähne und Zahnfleisch zweimal im Jahr kontrollieren. Sinnvoll ist zusätzlich eine professionelle Zahnreinigung, um hartnäckige Beläge restlos zu entfernen.
Quelle: Medical Mirror