Die Digitalisierung der Arbeit hat große Umwälzungen zur Folge. Kaum ein Bereich der Arbeitswelt bleibt davon unberührt und kein Unternehmen kann sich den daraus entstehenden Herausforderungen entziehen. Neue Tätigkeiten entstehen, andere fallen weg oder verändern sich grundlegend. Viele Beschäftigte können zeitlich und örtlich flexibel arbeiten, gleichzeitig steigen die Komplexität bei der Führung und die Aufgaben für Arbeitgeber. Einerseits übernehmen Maschinen heute viele anstrengende Arbeiten, andererseits sind dafür neue körperliche Belastungen hinzugekommen, beispielsweise (zu) langes Sitzen am Bildschirm. Auch die psychischen Belastungen steigen – durch höhere Informationsdichte, Multitasking und ständige Erreichbarkeit für Führungskräfte und Beschäftigte gleichermaßen.
Um die Perspektiven von Arbeitgebern und Beschäftigten auf die Arbeitswelt und auf (neue) Herausforderungen zu erfahren, haben das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) die Längsschnittstudie "Arbeitsqualität und wirtschaftlicher Erfolg" initiiert. Sie liefert seit 2012 umfangreiche Daten zu unterschiedlichen Themenkomplexen und Fragestellungen in der Arbeitswelt, wie z. B. mobiles und entgrenztes Arbeiten, Digitalisierung am Arbeitsplatz, sozialer Wandel und mitarbeiterorientierte Unternehmensführung, psychische Gesundheit in der Arbeitswelt oder Altersdiversität in Betrieben.
Damit bildet die Studie einen einzigartigen Datensatz, um über die Gestaltung von guter Arbeit im digitalen Wandel zu reflektieren. Seit dem Jahr 2014 wurden die Ergebnisse jedes Themenbereichs in einem ausführlichen Forschungsbericht und einem sogenannten Forschungsmonitor veröffentlicht. Die zentralen Ergebnisse dieser Forschungsberichte hat das BMAS sind nun in der Publikation "Zwischenbilanz Arbeitsqualität und wirtschaftlicher Erfolg: Die bisherigen Ergebnisse auf einen Blick" zusammengefasst.
Quelle: Newsletter BMAS, 10. April 2019