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Urlaub respektieren - Erholung ermöglichen

Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit wird mit den neuen technischen Möglichkeiten immer einfacher - und damit zu einem Problem bei der Erholung der Arbeitnehmer. Experten empfehlen, im Unternehmen Regeln für die Erreichbarkeit und Freizeit und Urlaub aufzustellen und durchzusetzen.

Eine aktuelle repräsentative Umfrage von YouGov in Kooperation mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit ergab, dass 37 Prozent der Beschäftigten schon einmal im Urlaub berufliche E-Mails oder Anrufe erhalten haben. 

Viele Arbeitnehmer und Führungskräfte fragen sich in der Urlaubszeit, ob sie wirklich in ihrer Freizeit erreichbar sein müssen. Arbeitsrechtlich ist diese Frage bereits beantwortet, dienstliche Anrufe und Mails dürfen ignoriert werden. Auch die Angabe der Handynummer kann der Chef nicht verlangen. Allerdings ist dies für viele Betroffene unrealistisch.

Helfen würden in diesen Fällen Unternehmensrichtlinien, wie mit dienstlichen Kontakten außerhalb der Arbeitszeit umgegangen werden soll. Allerdings gaben 70 Prozent der Befragten an, dass es in ihrem Unternehmen keine  klaren Regeln zur Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeiten gebe. Bei knapp einem Drittel (30 Prozent) der Beschäftigten erwartet der Arbeitgeber eine Erreichbarkeit außerhalb der Arbeitszeit. Aber: Ebenso viele Befragte sind unzufrieden mit ihrer Work-Life-Balance.

Im Durchschnitt sehen Frauen eher eine Belastung in ständiger Erreichbarkeit als Männer: 22 Prozent der befragten Frauen, aber nur 14 Prozent der befragten Männer geben an, häufig oder sehr häufig Probleme zu haben, nach der Arbeit abzuschalten.

39 Prozent der Befragten gaben an, dass Smartphones und Internet ihren Job stressiger machten. Hierunter leiden Ältere eher als Jüngere. So gibt die Hälfte der befragten 18- bis 24-Jährigen an, Technologien wie Smartphones und E-Mail ihre Arbeit machten weniger stressig. Bei den über 55-Jährigen liegt dieser Anteil nur bei 30 Prozent.

Weitere Ergebnisse und Tipps, wie sich die Erreichbarkeit in der Freizeit reduzieren lässt, finden Sie unter https://www.inqa.de. Die Befragung erfolgte zwischen dem 26. und 28.06.2018 unter 2.042 Personen, darunter 1.030 Erwerbstätigen - ein Drittel (29 Prozent) davon mit Führungsverantwortung.