Welche Gründe geben Mitarbeiter für ihre letzte bzw. bevorstehende Kündigung an, und was können Unternehmen tun, um die wertvollen Fachkräfte zu halten? Besonders Akademiker sind schwer zu binden, denn sie haben hohe Ansprüche an den Arbeitgeber, seine Unternehmenskultur und die im Stellenangebot beschriebenen Angebote. Die 1.020 repräsentativ ausgewählten Befragten gaben neun Hauptgründe für eine Kündigung an:
- für Überstunden wird kein angemessener Ausgleich angeboten (z. B. keine Entlohnung/kein Freizeitausgleich für Mehrarbeit). (67,7 Prozent, bei Akademikern: 74 Prozent)
- das kollegiale Umfeld bzw. die Chemie mit den Kollegen stimmt nicht (64,8 Prozent, bei Akademikern: 72 Prozent)
- hoher Stresspegel durch enormen Leistungsdruck, enge Timelines oder hochgesteckte Ziele (60,3 Prozent)
- im Unternehmen herrscht keine konstruktive Feedback-Kultur (58,1 Prozent, bei Akademikern: 67 Prozent)
- es gibt keine Leistungsanreize wie regelmäßige Gehaltserhöhungen und gute Weiterentwicklungs- und Aufstiegschancen (53,7 Prozent)
- mein Arbeitsumfeld ist besonders von Schwerfälligkeit und steilen Hierarchien geprägt (51,4 Prozent)
- ich habe keinen Handlungsspielraum und kann nicht eigenverantwortlich in meinem Bereich Entscheidungen treffen (50,5 Prozent, bei Akademikern 64 Prozent)
- mein Vorgesetzter fördert mich nicht (43,4 Prozent)
- die Reputation meines Arbeitgebers ist schlecht oder verschlechtert sich (42,3 Prozent).
Bei vielen Befragten trafen mehrere der genannten Punkte zu. Arbeitgeber und Personalverantwortliche sind daher gefordert, das gesamte betriebliche Umfeld ihrer Mitarbeiter zu prüfen und passend zu gestalten, um gute, hochqualifizierte Mitarbeiter im Unternehmen zu halten. Insbesondere das kollegiale Umfeld, zu dem auch die Vorgesetzten selbst gehören, sollte regelmäßig - auch informell - angesprochen und optimiert werden.
Studie unter: https://newsroom.rundstedt.de