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Wie Unternehmen bei Fachkräften punkten

Unternehmen, die in Zukunft attraktiv für gute Fachkräfte sein wollen, sollten die Ergebnisse einer aktuellen Studie beachten. In einer weltweiten repräsentativen Untersuchung unter 13.961 Berufstätigen wurden Bewerber zwischen 18 und 65 Jahren danach befragt, welche Faktoren für eine Bewerbung die wichtigsten sind.

Der Fachkräftebereich ist zum Angebotsmarkt geworden: In Deutschland bleiben vakante Stellen inzwischen durchschnittlich 98 Tage lang unbesetzt (2007: 63 Tage, Statistik der Bundesagentur für Arbeit). Unternehmen müssen sich zudem darauf einstellen, auffindbar zu sein und ihre Vorzüge auch aktiv zu bewerben, um neue Mitarbeiter zu gewinnen.

Hier einige Ergebnisse der Befragung, die Unternehmen direkt in konkrete Aktivitäten umsetzen können:

  • Für deutsche Bewerber ist die Vergütung der wichtigste Bewerbungsfaktor: 78 Prozent der Befragten nannten diesen Aspekt. Gleich darauf folgt die Art der Tätigkeit (73 Prozent). Platz 3 geht an den Standort des Unternehmens (40 Prozent), Platz 4 an die beruflichen Aufstiegschancen (34 Prozent).
  • Allen jüngeren Arbeitnehmern ist wichtig, dass längere Betriebszugehörigkeit zu höherer Bezahlung, mehr Qualifikation und beruflichem Aufstieg führt.
  • Bewerber wünschen sich frühzeitige Informationen zur Vergütung – am liebsten bereits vor der Bewerbung, also etwa in der Stellenanzeige. Hier hinkt Deutschland mit 36 Prozent dem weltweiten Durchschnitt von 44 Prozent deutlich hinterher.
  • Auch Informationen über Sonderleistungen gehören nach Ansicht potenzieller Bewerber in die Stellenanzeige – nur 18 Prozent der deutschen Bewerber sind hierüber bereits vor der Bewerbung informiert (internationaler Durchschnitt: 41 Prozent).
  • Die Homepage eines Unternehmens ist die wichtigste Informationsquelle für Bewerber für Informationen, etwa zu Vision und Philosophie des Unternehmens. Sie dient auch der Bewertung der Glaubwürdigkeit. Hier ist der richtige Ort, um zu zeigen, dass man die informationsinteressen von Kunden (und Bewerbern) versteht und ihnen entspricht.
  • Arbeitgeberbewertungsportale sind für Bewerber die zweitwichtigste Informationsquelle – und haben eine hohe Glaubwürdigkeit. Eine aktive Pflege des Unternehmensprofils, die sachliche Berichtigung von Falschaussagen und die regelmäßige Prüfung des Arbeitgeberimages gehören inzwischen zu den Standardaufgaben von Personalverantwortlichen und Geschäftsführungen. Aus den Antworten schließen Bewerber oft auf die Unternehmenskultur.
  • Digitale Möglichkeiten wie Unternehmensrundgänge in 3D, Bewerberchannels oder Testimonials von Mitarbeitern sollten viel stärker genutzt werden, sie vermitteln Aufgeschlossenheit gegenüber neuer Technik und eine hohe Authentizität.

Die komplette Studie finden Sie beim Auftraggeber, dem Personaldienstleister ManpowerGroup.