Die Forscher hatten die Teilnehmer im Alter zwischen 21 und 100 Jahren auf ihre körperliche und kognitive Gesundheit untersucht und dabei auch das mentale Wohlbefinden berücksichtigt. Während die Probanden in den Zwanzigern und Dreißigern hohe Stresspegel und Symptome von Depressionen und Ängsten aufwiesen, waren die Senioren mental „besser drauf“. So erreichten die betagtesten Studienteilnehmer deutlich höhere Werte als die jüngsten.
Für Studienleiter Dr. Dilip Jeste ist die lineare Zunahme bei der mentalen Gesundheit trotz der mit dem Alter zunehmenden körperlichen und kognitiven Einschränkung überraschend. Bislang ging man davon aus, dass das mentale Wohlbefinden im Laufe des Lebens einer U-Kurve folgt. Eine mögliche Erklärung für das stetige Bergauf könnte sein, dass man mit dem Alter lernt, mit stressreichen Situationen leichter umzugehen und sich emotional besser zu regulieren. Mit anderen Worten: Weisheit kann vor Depressionen und Stress schützen.
Quelle: Journal of Clinical Psychiatry/Medical Mirror