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Ziele - die unbekannten Wesen

Jede vierte Fachkraft in Deutschland kennt die Ziele ihres Unternehmens nicht - und selbst jedem fünften Manager mit Personalverantwortung sind die übergeordneten Firmenziele unbekannt. Dabei wollen 80 Prozent der Fachkräfte wissen, wie sich ihre Arbeit in die Gesamtstrategie ihres Arbeitgebers einfügt.

Diese Ergebnisse erbracht eine Studie der Jobbörse StepStone und der Unternehmensberatung Kienbaum, für die mehr als 14.000 Fach- und Führungskräfte befragt wurden. Im Rahmen der Umfrage gaben 85 Prozent der Mitarbeiter an, dass sie am liebsten möglichst selbstbestimmt arbeiten möchten.

Die Studienergebnisse belegen einen klaren Zusammenhang zwischen der Jobzufriedenheit und dem Wissen um die Firmenziele. So sind Fachkräfte, die die übergeordneten Ziele ihres Arbeitgebers kennen, deutlich zufriedener mit ihrer Arbeit als diejenigen, die das große Ganze nicht verstehen. Walter Jochmann, Geschäftsführer von Kienbaum: "Mitarbeiter werden motiviert durch eine erfüllende berufliche Tätigkeit und die Wertschätzung des eigenen Beitrags zum Unternehmenserfolg. Sie wollen strategische Weichenstellungen nachvollziehen und deren praktische Umsetzung mitgestalten."

52 Prozent der befragten Fachkräfte vereinbaren regelmäßig Ziele für ihre Arbeit. Bei zwei Drittel werden diese Ziele entscheidend vom Vorgesetzten beeinflusst. Bei knapp der Hälfte (45 Prozent) sind die Ziele unbeweglich und können auch bei veränderter Projektlage nicht angepasst werden. "Das ist in vielen Fällen nicht mehr zeitgemäß. Unternehmen müssen heute in der Lage sein, sich schnell und flexibel auf neue Situationen einzustellen und Projekte zu justieren", sagt Dr. Sebastian Dettmers, Geschäftsführer von StepStone.

Die Gemeinschaftsstudie "Organigramm deutscher Unternehmen" wurde im Winter 2016 unter insgesamt 14.317 Personen durchgeführt, davon etwa 50 Prozent Fachkräfte, 40 Prozent Führungskräfte und 10 Prozent Mitarbeiter in sonstigen Positionen wie etwa Werkstudenten.