Bereits im Alter ab 50 Jahren sollte man sich Gedanken über das Wohnen im Alter machen und dabei auf vermeintliche Kleinigkeiten achten. Etwa ob es die dritte Etage in einem Haus ohne Aufzug sein kann oder ob es in der Wohnungen Türschwellen oder Stufen gibt, die mit Rollstuhl oder Gehhilfen nur schwer zu überwinden sind.
Der Verband Privater Bauherren (VPB) etwa rät dazu, auch in jungen Jahren beim Hausbau ans Alter zu denken und vorausschauend barrierearm zu planen: „In der Planungsphase können viele Details bedacht werden, um das Einfamilienhaus ohne größeren bautechnischen oder finanziellen Aufwand für eventuelle alters- oder unfallbedingte Behinderungen vorzubereiten.“ So lassen sich Treppenlifte zwar später durchaus noch einbauen, doch muss dafür eine Mindeststufenbreite von 70 Zentimetern vorhanden sein. In Mehrfamilienhäusern ist es sinnvoll, wenn sich im Treppenhaus auf jeder Seite der Treppe ein Handlauf befindet. Türen sollten grundsätzlich so breit sein, dass auch ein Rollstuhl hindurchpasst - das bedeutet mindestens 80 Zentimeter. Fenster sollten so niedrig sein, dass die Bewohner auch im Sitzen hinausschauen können.
Ein Problemraum ist häufig das Badezimmer. Hohe Einstiege in Dusche und Badewanne könnten mit zunehmendem Alter problematisch werden. Haltegriffe könnten zwar auch nachträglich eingebaut werden, doch müssen die Wände dazu stabil genug sein. Der Wannen- oder Duschboden sollte durch eine rutschfeste Unterlage gesichert werden.
Doch was ist mit Steckdosen, Rolläden und Toiletten? Steckdosen sollten zum Beispiel nicht zu tief an der Wand angebracht sein. Gerade im Alter kann Bücken sehr schwer fallen. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) rät zu einer Anbringen in 70 bis 80 Zentimetern Höhe - dadurch werden gleichzeitig Gefahren für Kinder minimiert. WCs sollten optimalerweise in der Höhe verstellbar sein und Rolläden elektrisch bedienbar.
Mehr Informationen und Hilfestellungen erhalten Wohnungssuchende oder Personen, die einen seniorengerechten Umbau oder gar Neubau von Wohnraum planen, bei den örtlichen Sozialverbänden und kirchlichen Träger.